2f-Mustergleis

Die bisherigen Betrachtungen ergaben:

  • Gleisprofile etwa CODE 143
  • Holzschwellen 7 * 53 mm, 5 mm hoch, Schwellenabstand 22-45 mm oder
  • Schwellen aus Leiterplattenmaterial für Stahlschwellen, 5,5 * 55 mm, 1,5 mm hoch, Schwellenabstand 22-45 mm

Aus diesen Bestandteilen und noch einigen Zusätzen habe ich ein Stück Mustergleis erstellt. Damit wurden sowohl der Bereich Holzschwellen wie auch das Thema Stahlschwellen behandelt.

Auf einem Holzbrett habe ich einige Schwellen platziert. Den Höhenunterschied zwischen den Stahl- und Holzschwellen gleicht ein 4 mm Sperrholzbrett aus. Die GFK-Schwellen klebte ich mit Alleskleber auf.

Die Holzschwellen bestehen aus Abachi-Holz und wurden aus Leisten zurecht gesägt. Dieses Holz ist sehr weich und kann gut bearbeitet werden. Ich habe die Schwellen erst ein wenig mit dem Messer bearbeitet und anschließend mit Holzleim aufgeklebt. Danach habe ich noch ein wenig an Schwellen geritzt und die Oberfläche mit einer Drahtbürste bearbeitet. Alle Holzschwellen erhielten einen dunkelbraunen Grundanstrich, der während der Alterung noch ein wenig aufgehellt wurde.

Als Schienenprofil verwende ich das CODE 143 Profil IL-7FB von PECO. Die Profilhöhe von 3,6 mm entspricht im Vorbild etwa dem S12-Profil. Näher am S10-Profil ist das CODE 124-Profil, das es von PECO unter der Bezeichnung IL-7BH gibt. Allerdings ist dieses Profil schwer erhältlich und hat einen viel schmaleren Schienenfuß (1,85 mm gegenüber 3,2 mm beim IL-7FB), sodass die Montage mit Gleisnägeln viel schwieriger ist. Das CODE 143-Profil wird oft von Spur0-Modellbahner eingesetzt und ist bei Wenz-Modellbau erhältlich.

Auf den Holzschwellen erfolgt die Montage mit Schienennägeln:

In das weiche Abachi-Holz können die Nägel ohne großen Kraftaufwand eingedrückt werden. Bei Schwellen aus Kiefernholz musste ich einen kleinen Hammer verwenden. Auf den „Stahlschwellen“ wurden die Schienenprofile aufgelötet. Zum Verbinden von Schienenprofilen sind bei PECO passende Schienen- und Isolierverbinder erhältlich. Ein nettes Ausgestaltungsdetail sind Schienenlaschen, die es als Ätzteile von Wenz-Modellbau (Artikel WM0175) gibt. Im Muster habe ich die Laschen mit Sekundenkleber befestigt.

Die Profilhöhe von 3,6 mm ist genug um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Selbst die „groben“ Regner-Feldbahnräder haben genügend Platz zum Schienenfuß.

Ein weiteres interessantes Detail sind die Schienenplatten, die im Vorbild bei schwereren Gleisprofilen eingesetzt wurden. Bei Wenz-Modellbau gibt es da nette Ätzteile aus dem Spur 0 Bereich, die auch im 2f-Gleisbau sehr gut passen: die Rippenplatte K, Artikel wm0145. Die beiliegenden Klemmstücke konnte ich nicht verwenden.

Nachdem alle Profile gelötet, genagelt, verbunden, isoliert und mit Details (Schienenplatten, Laschen) versehen waren, erhielten sie noch eine braune Farbgebung. Bei den „Stahlschwellen“ ist das besonders praktisch, das Schwellen und Profile die gleiche Farbe erhielten.

Zum Abschluss habe ich das Mustergleis noch ein wenig eingeschottert. Mit kleinen Schottersteinen, Quarzsand und etwas Wiesengrün wurde das Gleis versehen.

Aus etwas Entfernung ist der Unterschied zwischen Holz- und Stahlschwellen gering. Die Stahlschwellen aus Leiterplattenmaterial lassen sich einfacher herstellen und verarbeiten. Gerade im Weichenbau ist das ein wichtiger Faktor. Die Premiumvariante ist und bleibt jedoch die Holzschwellen mit Schienenplatten und Nägeln.