Mammut-Truck aus Einzelteilen

Bisher habe ich im Bereich der 2f-Loren nur Modelle von Regner und Eigenbauen kennengelernt. Ähnlich wie im Ècore-Programm gibt es bei Panier auch Loren und Loren-Einzelteile unter dem Namen Mammut. Hier ein Baubericht eines Plattformwagens.

Da die fertigen Loren von Mammut sehr teuer sind, dachte ich an einen Eigenbau aus Einzelteilen. In der Spurweite 0f habe ich das mit Ècore-Bausätzen schon einige Male gemacht. Bei Mammut gibt es solche Bausätze nicht, jedoch sind einzelne Teile erhältlich.

Also habe ich einige dieser Teile bestellt:

  • Lorenkuppplung mit Kuppeldorn
  • einen Truckrahmen, bestehend aus zwei Hälften
  • eine Kuppelkette
  • einen Satz Achslager sowie 1 Paar Feldbahn-Achsen

Alle Teile (außer den Achsen) sind aus Messingguss. Die Feldbahnräder haben einen Kunststoffkern und die Achsen sind nicht spitz gelagert. Das der Rahmen aus 2 Hälften besteht, finde ich schon ungewöhnlich, zumal die Ècore-Lorenrahmen aus einem Stück bestehen. Oft besitzen die Lorenrahmen noch eingeschweißte Stege, die bei diesen Einzelteilen schon noch fehlen. Das ist noch einmal eine andere Qualität als ein Komplettbausatz.

Hier eine Hälfte des Lorenrahmens im Vergleich mit einer Regner-Lore. Der Rahmen mit den Nieten sieht sehr gut aus.

Mit den Rahmenhälften und den fertigen Achsen gab es nun gleich das nächste Problem. Wie breit darf denn der Rahmen sein und wie wird er verlötet und wo werden die Achslager montiert? Die Rahmenbreite habe ich anhand der Achsen ausgemessen und eine Lehre angefertigt. Die Bilder zeigen alle Einzelteile der Lore platziert.

Vor dem Verlöten des Rahmens habe ich erst die Achslager mit der Flamme eingelötet. Das musste ich tun, weil ich die Bohrungen bereits angebracht hatte. Günstiger gewesen wäre: Zuerst die Rahmenmontage und danach das Anbringen der Bohrungen für die Achslager. Nach dem Einlöten der Achslager habe ich die Rahmenhälften justiert und zusammen mit den Kupplungen und Kuppeldornen verlötet. Die Bilder zeigen eine erste Stellprobe mit montierten Achsen.

Der Rahmen musste schon noch gerichtet werden, weil die Teile alles andere als gerade waren. Nach der Lötmontage kam der Lorenrahmen in die Strahlkabine, in der das überschüssige Lötzinn einfach weg flog. Die Lackierung erfolgt in matt-schwarz.

Die Lore erhielt eine leichte Alterung mit Rost, bei der ich Asoa-Puderfarben verwendete.

Im direkten Vergleich mit der Regner-Kipplore fällt sofort auf, dass der Mammut-Truck zierlicher ist. Dabei ist der Mammut-Truck maßstäblich in 1:22,5. Die Feldbahnräder entsprechen 350 mm Rädern im Vorbild. Die Regner-Lore ist eigentlich viel zu groß, in der Literatur ist gelegentlich vom Maßstab 1:20 zu lesen. Ich würde mal sagen, dass die Regner-Lore auch als schwerer Feldbahnwagen durchgehen kann.

Für den Aufbau zum Plattformwagen habe ich 1 mm Sperrholz zurecht gesägt und auf den Truck geklebt. Die dezente Alterung erfolgte wieder mit Puderfarben von Asoa.

Die Galerie zeigt den fertigen Plattformwagen.

Bilder des fertigen Trucks von Mammut

Es ist ein sehr schöner Wagen entstanden, dessen Bau nicht ganz einfach war. Das Material ist kein Bausatz, sondern eine Sammlung von Einzelteilen. Ich denke, dass der Bau eines Muldenkippers aus den Mammut-Einzelteilen schon eine echte Herausforderung ist.