Wie sehen meine Feldbahn-Module aus?

Nach jahrelanger Zeit des Vitrinen-Modellbaus sollen die Fahrzeuge jetzt rollen. Laufende Meter Strecke im Maßstab 1:22,5 sind nicht einfach umzusetzen, der Platz fehlt an allen Ecken und Enden. Dennoch möchte ich nun den Modellbau auf Strecke verlagern und einige Module in meinem Keller bauen. Das wird dann sozusagen eine Kellerbahn.

Vision

Lange lange Zeit mussten die Feldbahnmodelle in Vitrinen ausharren. Kaum einen Meter Fahrstrecke galt es zu bezwingen - damit ist jetzt Schluss! Mein lang ersehnter Wunsch einer Modellbahnanlage soll nun in Erfüllung gehen.

In meinem Keller gibt es langfristig etwas Platz, erst nur ein wenig und später mehr. Deshalb möchte ich in der kommenden Zeit einige Module bauen und zu einer Anlage kombinieren. Den Anfang machen zwei Streckenmodule.

Da APA-Boxen von IKEA zu klein sind, habe ich mich für Module entschieden. Bei der Ideenfindung hat mich ein Beitrag im Buntbahnforum beeinflusst. Ein mögliches Ziel könnte so aussehen:

Die linke Seite bildet den Hauptteil der Anlage, dessen Inhalt noch nicht feststeht. Einzig zwei Streckenmodule habe ich derzeit im Focus. Rechts davon könnte sich eine Kehrschleife anschließen.

Modulbau - Jetzt geht’s los

Allgmeines

Einer allgemeinen Modulnorm möchte ich nicht folgenden, sondern recht frei hantieren. Dennoch sind einige Rahmenbedingungen gegeben.

Bei den Modulen soll es zwei Baugrößen geben:

  • Modul mit 300 mm Tiefe
  • Modul mit 500 mm Tiefe

Die Tiefen orientieren sich am Regalsystem IKEA IVAR, dessen Teile als Modulfüße eingesetzt werden.

An den IVAR-Regalleitern wird eine Leiste befestigt, auf der das Modul aufliegt. Kleine Leisten zur Begrenzung verhindern das Herunterrutschen des Moduls. Die kleinste Regalleiter im IVAR-System misst 124 cm Höhe. Dazu noch die 10 cm Modulkastenhöhe ergibt eine Moduloberkante von 134 cm. Das erscheint mir etwas hoch. An diesem Wert werde ich noch etwas feilen und gegebenenfalls die Regalleitern kürzen.

Der IVAR-Unterbau kann IVAR-typisch verwendet werden. Regalbretter und ein Stützkreuz geben dem Unterbau Stabilität und schaffen zusätzlichen Platz für Modellbaumaterialien.

Die IVAR-Regalleitern gibt es mit 30 und 50 cm Tiefe, die Regalbretter haben Längen von 40 und 80 cm. Meine Module haben die Abmessungen (B H T):

  • Modul 1: 1000 * 100 * 300 mm
  • Modul 2: 1000 * 100 * 500 mm

Die Tiefen sind Nutztiefen, zu denen noch der Korpus hinzukommt. So sind die Tiefen real 318 und 518 mm. Abweichungen von diesem Maßen im Einzelfall sind nicht schlimm, weil das Modul auf dem passend zugeschnitten Hilfsbrett liegt, das an die Regalleiter geschraubt wird. Und das kann auch länger oder kürzer sein.

Modulspezifikation

Auch wenn die Module recht individuell sind, sind einige Festlegungen hilfreich.

Die Modulkästen haben eine Höhe von 100 mm. Die Längsbretter bestehen aus 9 mm Birkensperrholz und die Querbretter aus 15 mm Birkensperrholz. Die Gesamtbreite des kleinen Moduls beträgt 318 mm. Das sind 300 mm Nutzbreite zzgl. 2 * 9 mm Längsbretter.

Die Querbretter besitzen je zwei 50 mm Löcher für die Durchführung von Kabeln. An den Modulenden haben die Bretter noch zwei 9 mm Bohrungen für die Verschraubung mehrerer Module durch M8-Schrauben.

Die Grundplatte des Moduls besteht aus 8 mm Pappel-Sperrholz und ist 4 mm vertieft befestigt.

Zuschnitte

Für einen Modulkasten mit einer Grundfläche von 1000 * 300 mm werden folgende Zuschnitte benötigt:

Menge Holzart Maße Kommentar
2 Birke 9 mm 1000 * 10 mm Längsteile
2 Birke 15 mm 300 * 100 mm Querteile, Endstücke
1 Birke 15 mm 300 * 88 mm Querteil, Mittelstück
1 Pappel 8 mm 970 * 300 mm Grundplatte

Modulaufbau

Auf der 4 mm vertieften Grundplatte wird ein Aufbau verwendet:

Auf die Grundplatte aus 8 mm Pappelsperrholz wird flächendeckend eine 2 mm Korkschicht aufgetragen. Auf diesen Kork werden die Holzschwellen mit 5 mm Höhe geklebt. Damit beim Auffüllen der 5 mm tiefen Lücke (Schwellenhöhe) nur wenig Material (Schotter, Streu, Kleber etc.) verwendet wird, verwende ich noch ein zusätzliches 2 mm dickes Füllmaterial. Hier eignet sich Kork, Balsaholz oder Dämmstoffplatten. So werden bei der Schotterung gerade noch 2-3 mm überbrückt.

Wenn Stahlschwellen verwendet werden (Imitat aus Leiterplattenmaterial), so müssen diese zum Höhenausgleich auf ein 3 mm Brett befestigt werden.

Elektrik

Die Feldbahnen fahren auf den Modulen digital mit DCC. Einige Fahrzeuge benötigen keinen Schienenstrom, da sie mit Akku und Funkfernsteuerung ausgestattet sind. Dieses Antriebskonzept finde ich kompromisslos gut, kann jedoch nicht in allen Fahrzeugen eingesetzt werden. Außerdem gibt es da noch tolle Loksounds, die derzeit nur mit Digitaldekodern eingesetzt werden können. Vielleicht benötigen einzelne Elemente auf den Modulen noch eine andere Versorgungsspannung für Beleuchtung oder Funktionsmotoren. Dafür sehe ich eine separate Versorgungsleitung vor. Jedes Modul hat zwei Leistungsstränge:

  • DCC Fahrspannung (rot/blau)
  • 12 - 16 V Wechselspannung für sonstige Verbraucher (schwarz/schwarz)

Am Modulanfang und Modulende gibt es Buchsen und mit Verbindern können die Leitungen mehrerer Module verbunden werden.

Apropos Digital: Ich möchte ausschließlich digital fahren. Schalten und Melden sollen nicht genutzt werden, auch keine Zugsteuerung per Computer.

Soweit erst einmal zu den Ideen und Festlegungen. Jetzt geht es los mit dem erste Modul.