Ein Stirnwandwagen für die Feldbahn

Ausgehend von einigen Kleinteilen (Achslagern und Kupplungen) von RS-Modelle wollte ich eine Lore mit rechteckigen Rahmen und einem Aufbau basteln. Heraus kam ein schwerer Stirnwandwagen für die Feldbahn.

Ausgangspunkt für dieses Bauprojekt waren Feldbahn-Kleinteile von RS-Modelle:

  • 3001: Standard-Achslager aus Weißmetall mit Messing-Buchse für Achszapfen von 3 mm Durchmesser
  • 3005: Feldbahn-Kupplung klein aus Weißmetall mit Messing-Kette

In diese Achslager passen die Regner-Achsen genau. Damit ist auch das grobe Konzept der Lore bereits umrissen: Ein schwerer Feldbahn-Wagen.

Als Material für den Lorenrahmen habe ich Messing-U-Profil an den Seiten und Messing-Vierkant-Profil an den Stirnseiten verwendet. Die Befestigung der Achslager an den Seitenprofilen erfolgt mit M3-Schrauben. Dazu schnitt ich Gewinde in die Profile.

Diese Lore war mein erster Kontakt mit Gewindeschneidern in dieser Baugröße. Im Nachhinein betrachtet hätte ich kleinere Schrauben verwenden sollen. M3 war an dieser Stelle das größte Mögliche.

Alles zusammengebaut und verschraubt sieht zum einen stabil aus und bringt zum anderen Gewicht auf die Waage. Die Achslager müssen exakt gegenüber liegen, da die Achszapfen tief in den Lagern stecken und sich kleinste Verkantungen negativ auswirken. Ich musste sogar noch an den Zapfen nachschleifen, weil sie so stramm steckten.

Die Variante mit der Verschraubung über die Vierkant-Profile an der Stirn habe ich verwendet, weil die Achsen nicht durch Biegen am Rahmen (so wie bei den Kunststoff-Loren) eingesetzt werden können. Etwas muss geschraubt werden und die Achslager wollte ich nach dem Lackieren nicht noch einmal abschrauben.

Für die Kupplungen habe ich ebenfalls M3-Gewinde in die Vollprofile der Stirnseiten geschnitten. Die Träger für die Stirnwände sind aus kleineren Messung-U-Profilen und wurden an den unteren Seiten über Gewindeschrauben mit dem Lorenrahmen verbunden.

Den Lorenaufbau habe ich wieder aus dünnen Sperrhölzern von Modulor angefertigt. Für die Farbgebung stand wieder Gummi von Model Master zur Verfügung. Dieser Ton sieht sieht schon wie altes Holz aus. Den Rest erledigt dann noch Farbpuder.

Der Lorenrahmen erhielt natürlich wieder eine matt-schwarze Lackierung.

Nach der Trocknung wurde der Holzaufbau mit Kleber befestigt.

Zum Ende noch einige Impressionen des fertigen Wagens.

Hier entstand eine massive Feldbahn-Lore, die zum Transport von schweren Gütern ausgelegt ist. Zwar sind an den Stirnseiten auch Griffstangen angebracht, der fröhliche Arbeiter wird sie wohl nicht schieben können.