Neue Stirnwandloren in 2f

Bei einem Besuch bei Regner in Aurach habe ich ein paar Feldbahneinzelteile mitgebracht. Daraus habe ich gleich zwei Stirnwandwagen gebaut.

Neben einigen Lorenbausätzen sind bei Regner auch Einzelteile für den Lorenbau erhältlich. Basis ist das runde Drehgestell 75011 oder das eckige Drehgestell 75010, das nicht so feldbahn-typisch ist. Der Rahmen 75010 ist mehr ein schweres Untergestell für Heeresfeldbahnwagen. Aber das runde Drehgestell bietet eine gute Basis für eigene Aufbauten. Die Regner-Lorenteile sind im Maßstab 1:22,5 für leichte Feldbahnen zu groß. Sie bilden schwere Feldbahnwagen ab oder der Maßstab stimmt einfach nicht. Macht jedoch nichts, diese Loren in einem Zug an einer schweren Feldbahnlok LKM Ns2f fallen nicht mehr als zu groß auf.

Aus den erworbenen Lorenteilen wollte ich zwei Stirnwandloren bauen. Zum Lorenfahrgestell gehören folgende Teile, die im Regner-Katalog einzeln aufgeführt sind:

  • 75011 rundes Drehgestell aus Kunststoff
  • 75029 Deckel für Radlager aus Kunststoff (1 Satz = 4 Stück)
  • 75050 Lorenkupplung aus Messingfeinguss (1 Paar)
  • 75039 Kuppelkette aus Messingfeinguss
  • 75018L Metallradsatz aus Messing

Die Lorenrahmen habe ich auf der Oberseite plan geschliffen, damit die Aufbauten ohne Abstandhalter aufgesetzt werden können. Bei einer anderen Lorenvariante habe ich das nicht gemacht und statt dessen die Schrauben-Imitate in den Aufbau eingearbeitet. Danach erfolgte eine Farbgebung mit matt-schwarz aus der Sprühdose, damit die Lore den kunststoff-typischen Glanz verliert.

Für den Aufbau verwendete ich GFK-Platten mit einseitiger Kupfer-Beschichtung (Leiterplattenmaterial). Auf der metallischen Seite wurden die Geländer der Stirnwände, die aus kleinen Messing-U-Profilen bestehen, aufgelötet.

Die Beplankung der Loren erfolgte wieder mit 1 mm Sperrholz, das zu dünnen Streifen gesägt und mit 2-Komponenten-Kleber am Aufbau befestigt wurde.

Die Holzoberfläche wurde mit Asoa-Beize „verwittertes Holz“ mehrfach behandelt, bis der Holzton genügend abgedunkelt war. Danach ging es mit den Asoa-Puderfarben weiter. Das Farbpuder konnte in die rauhe Holzoberfläche gut eingerieben werden.

Lorenrahmen und Aufbau sind zwei getrennte Baugruppen, die vor dem abschließenden Klarlacküberzug verklebt wurden. Die Alterung des Lorenrahmens habe ich wieder mit Puderfarben umgesetzt. Bei den Achslagern wollte ich unbedingt eine dickere Rostschicht auftragen. Dazu habe auf die Stellen Klarlack aufgetragen und Rostpuder aufgetupft. So entsteht ein Effekt, der realistischer ist, als wenn nur Rostfarbe verwendet wird.

Beide Loren sehen ähnlich aus, dennoch ist jedes Stück ein Unikat. So ist es bei den großen Feldbahnen auch. Ich finde die Regner-Lorengestelle in Verbindung mit eigenen Aufbauten äußerst praktisch. Ein Nachteil ist, dass wegen der großen Räder im Modell große Loren dargestellt werden. Die kleineren Feldbahnräder von Fermatec, die im Vorbild den weit verbreiteten 350 mm Feldbahnrädern entsprechen, sehen an den Regner-Rahmen nicht vorbildgetreu aus.

Zum Abschluss dieses Bauberichts noch einige Bilder des fertigen Modells.