Elektrogleisschlepper KARLIK

im Maßstab 1:13 mit Motor und Steuerung


163 16.08.2026


Der EGS Karlik ist die erste Akkulok, die in der ehemaligen DDR gefertigt wurde. Im Maßstab 1:13 ist ein motorisiertes Modell dieser seltenen Lok entstanden.


Inhaltsverzeichnis

Mission

Der Elektrogleisschlepper Karlik (oder auch die Karlik) als erste Akku-Lokomotive der ehemaligen DDR stand schon länger auf meiner Modellbau-Wunschliste. Erste Entwürfe gab es immer mal wieder. Beispielsweise waren in 2023 (siehe Artikel 139: „Grubenlok HELGA H 22/2“) bereits Karlik-Radscheiben zu sehen. Aber nach langer Zeit und mit neuen Informationen ist jetzt das Modell entstanden. Neben dem Rollmodell gibt es eine motorisierte Variante und ein Download-Paket für den Nachbau.

Vorbild

Für die Vorbild-Recherche habe ich folgende Quellen genutzt:

Das um 1876 gegründete Unternehmen Adolf Bleichert & Co beschäftigte sich u.a. mit dem Bau von Seilbahnen. Später kamen Nutzfahrzeuge mit Akkuantrieb hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Unternehmen 1946 im Rahmen von Reparationsleistungen in den Besitz der Sowjetunion über. Statt der Demontage von Werksanlagen wurden Autokräne, Elektrokarren u.a. hergestellt. 1947/48 wurde mit der Produktion des EGS Karlik begonnen. Die Loks wurden vorrangig für den von der Sowjetunion betriebenen Uranerzbergbau gefertigt.

Bis Mitte der 50er Jahre wurden mehrere hundert Akkuloks des Typs Karlik EGS hergestellt. Diese Akkuloks wurden nach dem Produktionsende in der DDR in Polen, in der ehemaligen Tschechoslowakei sowie in der Sowjetunion weiterhin gefertigt.

In der Literatur ist die Frage nach der Herkunft der Konstruktion nicht abschließend geklärt, also ob der Karlik von der Firma Bleichert entwickelt wurde. So besteht auch die These, dass 1947 in der Sowjetunion Prototypen der Karlik gebaut wurden oder Konstruktionspläne existierten. Bei Bleichert in Leipzig startete die Serienproduktion. Nach Ende der Fertigung in der DDR wurde die Akkulok in anderen Ländern weiterproduziert.

Wegen der kleinen Abmessungen und des kurzen Radstands war der Karlik für Untertage mit kleinen Querschnitten und engen Kurvenradien vorgesehen. Die Lok hat einen Innenrahmen und wurde für Spurweiten von 550 bis 625mm hergestellt. Im Innenrahmen des Fahrzeugs treibt ein längsliegender Elektromotor beide Radsätze über Zahnräder an.

Wegen des Alters und des hohen Verschleißes von Untertage-Lokomotiven haben nur wenige Fahrzeuge bis in die heutige Zeit überlebt. Möglicherweise gibt es in Polen mehr erhaltene Karliks, die von 1954 bis 1968 gebaut wurden. Die Seite Wikimedia-Seite zeigt einige Fahrzeuge.

Leider habe ich keine eigenen Bilder des EGS Karlik. Meines Wissens nach gibt es in Deutschland 2 Fahrzeuge. Eine Lok steht im Feldbahnmuseum Herrenleite. Sie wurde irgendwann auf 750 mm umgespurt. Ob der EGS Karlik fahrbereit ist, kann ich auf den Bildern und in den Texten nicht erkennen. Aber es gibt mindestens noch einen Karlik aus privater Hand. Bilder dazu gibt es im Eisenbahnforum Vogtland und auf der Seite der Feldbahn Blankenberg. Der EGS Karlik tauchte dort als Gastfahrzeug auf. Im Bimmelbahn-Forum wird ein sehr gutes Foto gezeigt.

Technische Daten

  • Baujahre: 1948 - 1954
  • Spurweite: 550 - 625mm
  • Masse: 2,2 t
  • Höchstgeschwindigkeit: 6 Km/h (5 Fahrstufen)
  • Abmessungen: 2045 x 909 mm (LüP x Breite), Höhe 1320 mm
  • Radstand: 650 mm
  • Raddurchmesser: 430 mm
  • Batterie: 40 V, 250 Ah
  • Leistung: 2,8 kW (schlagwettergeschützter Motor)

Eine besondere Funktion möchte ich noch kurz erklären, da sie im Modell nicht verfügbar ist. Nachfolgend ist die B.E.V. W217 (siehe Artikel 133: „Akkulok B.E.V. W217“) im Modell abgebildet. Der Sitz lässt sich hochklappen, um das Fahrzeug kompakter für den Transport in die Grube via Aufzug zu machen. Eine ähnliche Funktion hatte auch die Karlik. Im Führerstand konnte das Bodenblech hochgeklappt und dann der Führerstandsrahmen nach vorn geschoben werden. Somit war er faktisch weg und die Lok wurde ein ganzes Stück kürzer. Die Funktion ist im Modell durch die Schienen am Lokrahmen angedeutet.

Modell

Hinweis

Für die Montage des Modells der Karlik EGS werden ca. 40 3D-Druck-Bauteile, viele Schrauben und Muttern der Größen M1.6 und M2 sowie zahlreiche M2-Gewindeeinsätze (Schmelzeinsätze) benötigt. Einige Druckteile sind filigran und sollten mit einer feinen Düse gedruckt werden.

 

Weiterhin sind für ein gelungenes Modellfinish klassische Modellbaumaterialien wie Messingdraht und Modellbaukabel wichtig.

Die unmotorisierte Karlik
Die unmotorisierte Karlik

Dieses Akkulok-Projekt ist sehr detailliert und orientiert sich stark am Vorbild. Das Download-Paket enthält viele filigrane Kleinteile, die zu einem Ganzen montiert werden. Ich stelle zwei Varianten des Modells vor, einmal das Rollmodell für die Vitrine und eine Variante mit Antrieb, Akku und Steuerung.

Technische Überlegungen

Dieses Modell ist wegen des üppigen Akkubehälters ausgezeichnet zur Unterbringung von Akkus und Elektronik geeignet. Die Auswahl der Antriebskomponenten ist mir nicht leichtgefallen. Aber der Reihe nach. In zwei Projekten (siehe Artikel 161: „Feldbahndiesel BN 15 R der ČKD“) und (siehe Artikel 155: „Review Grubenlok BND-15“) hatte ich andere Getriebemotoren verbaut. Auf den ersten Blick eine verlockende Idee, jedoch kann ich mich mit dem Einachsantrieb nicht richtig anfreunden. Wobei die Freude nicht durch die eine angetriebene Achse gestört wird, sondern durch die „lappige“ Motorenkonstruktion mit Kunststoffteilen und ohne vernünftige Lager. Bei der BN15R gab es einige Verbesserungen durch das Metallgetriebe in dem Motorblock. Dennoch gibt es keine vernünftige Auswahl der Motoren.

Etwas anderes habe ich nicht gefunden und so bleibt es bei dem klassischen Konzept mit Kugellagern, Kegelrädern und Getriebemotor sowie bestenfalls einer Kette zum Antrieb der zweiten Achse. Über die Jahre hinweg hat sich die Beschaffungssituation dieser Teile immer mal wieder verändert. Hier ein kurzer Lagebericht für 2026:

  • 3 mm Achsen aus Messing oder Karbon -> OK
  • Kegelräder Modul 0.5 mit 20 Zähnen -> OK
    • GHW-Modellbau, Ebay oder AliExpress
    • Material: bevorzugt Messing oder auch Kunststoff
  • Kettenräder und Ketten von SERV-O-Link -> OK
    • Achtung: Einfuhr aus Nicht-EU
  • Kugellager MR63ZZ oder MF63ZZ oder gedruckte Alternativen-> OK
    • bevorzugt aus China
    • Achtung: Einfuhr aus Nicht-EU

Jetzt fehlen noch zwei wichtige Posten: Getriebemotor und Steuerung. Bei den Getriebemotoren kann ich eine gute Produktkonstanz bei den Motorentypen JGA16-30 und JGA16-50 feststellen (siehe Artikel 153: „Grubenlok B660 des BBA“). Der zweite Motor ist etwas länger und kräftiger. Diese 16 mm Getriebemotoren sind leider nur für 6 und 12 V erhältlich. Das bedeutet, der Betrieb muss mit mindestens zwei Akkuzellen erfolgen. Und das, wo ich so gern mit 3 V Motoren und einem Akku arbeite. Es gibt auch ein dünnes Angebot an 3 V Getriebemotoren. Hier muss man Recherchieren und es ist nicht gewährleistet, dass ein gekaufter Motor nach einiger Zeit immer noch verfügbar ist.

Bei der Motorauswahl sollte die Drehzahl beachtet werden. Mit 100 U/min macht man nichts falsch. Für die erwähnten Modelle JGA16 sind Drehzahlen nach Tabelle verfügbar. So bedeutet die ausführliche Bezeichnung JGA16-050-06120 120 U/min bei 6 V. Andere Drehzahlen sind 67, 83, 95, 134, 166 U/min. Zu bedenken gilt noch, dass 2 LiIo-Akkus à 3,7 V zusammen 7,2 V ergeben und im vollgeladenen Zustand sind es sogar 8,4 V.

Aber wie schnell sollte der Motor drehen? Die Berechnung erfolgt mit den Parametern (Vorbild-Geschwindigkeit, Maßstab und Raddurchmesser). Für die Karlik mit 32 mm Radscheiben und einer Höchstgeschwindigkeit von 6 Km/h ergibt sich eine Drehzahl von 75 U/min. Ein Motor JGA16-030-06083 ist genau richtig.

Ich habe mich tatsächlich auf die Suche nach einem 3V Getriebemotor gemacht. Gelandet bin ich dieses Mal bei Chihai-Motor. Hier gibt es GA16-Motoren für 3 V. Ich hatte den Typ CHR-GM16-050SHV im Sinn. Ich konnte einfach nicht verstehen, was der Unterschied zwischen den Subtypen 11170 und 1672 ist. Auch ein namenloser Chat brachte keine Erleuchtung. Also habe ich beide Motoren bestellt. Einmal den 11170 Getriebe 1:35 und 119 U/min und den 1672 mit Getriebe 1:86 und 115 U/min. Am Ende habe ich den 11170 im Modell verbaut. Die Drehzahl ist leider zu hoch und das Modell fährt viel zu schnell. Da hilft nur viel Gefühl im Fahrregler.

Letzter Punkt in den Überlegungen ist die Steuerung. Faktisch besteht bei mir nur die Auswahl zwischen Deltang und Microrail, da LocoRemote nicht mehr in die EU liefert. Auch hier ist die Entscheidung recht pragmatisch gefallen. Der MR601 von micron radio control wurde verbaut. Vorrangig wegen der Led-Anschlüsse und dem Handregler. Aber auch hier - wie auch bei den Microrail-Komponenten - gibt es das Problem der EU-Einfuhr und der neuen Bestimmung mit den Aufpreisen. Sehr unangenehme Entwicklungen, da ich diese Artikel nicht in der EU bestellen kann. So auch die SERV-O-LINK Teile.

Die Zusammenfassung der technischen Komponenten für das Modell:

  • Kugellager, 3 mm Messing-Achsen, Messing-Kegelräder
  • Serv-O-Link Ketten und Kettenräder
  • 3 V Getriebemotor
  • 1 Zelle LiIo-Akku
  • Mircon MR601-Funksteuerung (ex. Deltang)

Abmessungen des Modells

  • Länge über Puffer: 145 mm
  • Breite: 72 mm
  • Höhe: 105 mm
  • Achsabstand: 48 mm
  • Durchmesser Radscheiben: 32 mm
  • Gewicht unmotorisiertes Modell: 158 g
  • Gewicht motorisiertes Modell mit Akku: 300 g

Konstruktion und Aufbau

3D-gedruckte Bauteile der EGS Karlik.
3D-gedruckte Bauteile der EGS Karlik.

Das Modell besteht aus einem Lokrahmen mit Führerstand und einem Lokaufbau mit dem Akkukasten und einigen Anbauteilen. Die Bauteile werden miteinander verschraubt oder geklebt. Bei den Klebeteilen muss auf die Montagereihenfolge geachtet werden, die je nach Farbvariante verschieden sein kann.

Konstruktion des Gesamtmodells der Karlik
Konstruktion des Gesamtmodells der Karlik

Für die erste Baugruppe werden die Bauteile des Lokrahmens und des Führerstands verbunden. Der Führerstand ist mit einigen Schrauben am Lokrahmen befestigt.

Baugruppe Lokrahmen mit Führerstand
Baugruppe Lokrahmen mit Führerstand

Der Lokrahmen ist – wie so oft bei meinen Modellen – ein zweiteiliger Kastenrahmen. Die Verbindung wird mit M2-Schrauben und eingeschmolzenen Gewindeeinsätzen hergestellt. Die Radscheiben sitzen auf 3 mm Achsen aus Messing oder Kunststoff. Zur Lagerung nutze ich MF63ZZ-Kugellager oder gedruckte Buchsen. Mit PETG oder ASA lässt sich diese Kugellager-Ersatzlösung einfach anfertigen. Die 32 mm Radscheiben habe ich bei diesem Modell mit ASA Filament gedruckt. Dieses Material ist temperaturbeständig und nicht so spröde wie PLA.

Die Radscheiben gibt es zusätzlich in einer Variante für Haftreifen (O-Ring 26 x 1.5 mm). Das kann die Traktion verbessern. Am Lokrahmen werden noch einige Kleinteile wie Bremshalterungen und die Führungsschienen für den Führerstand angebracht. Der Lokpuffer ist mehrteilig ausgeführt, was die Farbgebung erleichtert. Für die Bremsen wird noch ein Gestänge aus Draht benötigt. Mehr Details dazu zeige ich im Abschnitt „Montage“.

In der Skizze dargestellt ist die motorisierte Variante mit Motor, Kegelrädern und Kettentrieb auf die zweite Achse ausgestattet. Der GA16-Motor wird in eine Halterung geschraubt und diese ist mit dem Rahmen verbunden. Für diese Verbindung Motorhalter zum Rahmen werden wieder Gewindeeinsätze verwendet. Bei meiner Motorenauswahl habe ich festgestellt, dass die Befestigungen am Getriebemotor verschieden sein können. Es gibt also nicht den universellen 16GA‑Motorhalter. Im Download-Paket liegen verschiedene Arten von Haltern bei, u.a. für den Mini-Getriebemotor (also nicht 16GA) sowie eine Vorlage für eigene Anpassungen. Beim unmotorisierten Modell entfällt das alles und nur die in Lagern geführten Achsen bleiben übrig.

Ein fummeliges Detail ist die Halterung des Bremsgestänges am hinteren Teil des Lokrahmens. Die Teile sind filigran und nicht so einfach zu montieren. Alternativ kann der 1 mm Draht aus Messing direkt in den Lokrahmen gesteckt und verklebt werden.

Der Führerstand der Karlik besteht aus dünn gedruckten Bauteilen. Der Lokpuffer wird an den Führerstandkasten mit M1.6 Schrauben befestigt. Auch hier gilt wieder die Montagereihenfolge nach Farbgebung. Der gesamte Führerstand wird an den Lokrahmen geschraubt. Die Sitzfläche und die Sitzwand werden bei der Endmontage verklebt.

Führerstand der Karlik
Führerstand der Karlik

Für einige Befestigungen wie beispielsweise die U-Profile am Lokrahmen verwende ich Zierschrauben oder feine Nietenstifte. Die Bremse besteht aus 4 Einzelteilen je Seite. Je nach Farbgebung werden sie vor oder nach der Lackierung angebracht. Die Bremsanlage wird mit eingesetzten Radsätzen einmalig justiert und fest verschraubt. Sie ist im Modell nicht funktionstüchtig. Wie beim Vorbild wird der Antrieb der Bremse mit einem Gestänge simuliert, das aus Messingdraht gebogen und verklebt wird.

Montage Lokrahmen

Der Lokaufbau besteht aus dem Akkukasten mit Deckel, Beleuchtung und einigen Anbauteilen sowie dem Fahrschalter. Der Trägerplatte des Fahrschalters wird an den Lokrahmen geschraubt, der Fahrschalter geklebt. Dieser Akkukasten wird auf den Lokrahmen mit zwei Schienen als Abstandhalter geschraubt. Er ist in zwei Varianten verfügbar. Die hier abgebildete Variante ist für das motorisierte Modell mit Schalter und Bodenöffnung zur Kabeldurchführung vorgesehen. Für das Rollmodell liegt im Download-Paket eine einfachere Variante ohne Bohrungen.

Zu den Anbauteilen des Akkukastens gehören der Haupt- und der Lichtschalter. Die ursprüngliche Lok hatte so einen Hauptschalter nicht. An dem Fahrzeug in der Herrenleite sowie auf einigen Bildern anderer Karliks gibt es diesen Schalter. Ich habe im Modell eine etwas abgewandelte Form des B660-Hauptschalters benutzt. Für beide Schalter sind keine festen Montagepositionen vorgesehen.

Jede Lampe besteht aus drei Teilen. Der Lampenkörper wird mit dem Befestigungsbügel verklebt und als Baugruppe an den Akkukasten mit zwei M1.6-Schrauben befestigt. Für die motorisierte Variante können LEDs in die Lampenkörper eingesetzt werden. In meinem Modell habe ich fertig bedrahtete SMD-LEDs verwendet. Die Vorwiderstände zum Anschluss an den Empfänger befinden sich im Akkukasten. Zum Abschluss der Lampenmontage wird das Lampengitter aufgeklebt.

Für das Rollmodell kann der Akkukasten mit Ballastgewichten aufgefüllt werden. 60 g Gewichte passen auf eine Ebene. Mein Modell erreicht ein Gewicht von 300 g durch Gewichte im Akkukasten, im Lokrahmen und durch Akku und Motor.

Gewichtsverteilung im Akkukasten
Gewichtsverteilung im Akkukasten

Die motorisierte Variante der Karlig EGS benötigt Akku und Steuerung im Akkukasten. Bei der genauen Auswahl der Komponenten möchte ich mich nicht festlegen. Das Innenleben ist deshalb etwas allgemeiner gehalten. Die Grundlage für weitere Aufbauten ist eine Trägerplatine. Sie wird über Abstandshalter mit dem Boden des Akkukastens verschraubt. Auch hier sind 4 Einschmelzgewinde M2 vorgesehen. Der Abstandshalter wird für etwas Platz nach unten benötigt. Dort wird das Motorenkabel durchgeführt und zusätzliche Gewichte können platziert werden. Je nach Akkugröße können weitere Abstandshalter kaskadiert werden.

Typische LiIo-Akkugrößen für dieses Modell sind 18350, 18500 und 14500, jeweils eine oder zwei Zellen. Passende Akkubehälter sind im Download-Paket enthalten. In meinem Modell wurden ein 18350 Akku und ein Micron-Empfänger untergebracht. Ein Microrail-Empfänger passt zusammen mit einem 1S-Akku ebenfalls in den Kasten. Der spezielle Akkukasten enthält eine Aussparung für einen Hauptschalter. Ich habe die Lampen des Modells mit LEDs ausgestattet, um die Status-Funktion des Empfängers nutzen zu können.

Die Beschaltung und Programmierung des mr601a von Micron entspricht den Ausführungen beim Bau der Grubenlok BND-15 (siehe Artikel 155: „Review Grubenlok BND-15“).

In den Akkukasten werden 4 Gewindeeinsätze M2 für die Elektronik-Trägerplatine eingeschmolzen (äußere Löcher). In die inneren 4 Löcher werden Schrauben zur Verbindung mit dem Lokrahmen (Gewindeeinsätze) eingesetzt. Bei der Montage des Hauptschalters müsst ihr auf den Platz achten, damit später auch der Fahrschalter noch passt.

Montage Akkukasten

Lackierung und Endmontage

Für meinen Bauvorschlag habe ich zwei Farbvarianten umgesetzt.

  • Model 1 (unmotorisiert): Rahmen schwarz, Aufbau in RAL 6011 (Vallejo 71.095 RAL 6011 Pale green), dezente Alterung. Schalter und Lampen am Lokkasten in Hellgrau.
  • Modell 2 (motorisiert): entspricht dem als Vorbild erwähnten restaurierten Fahrzeug und ist auch im Modell im frischen Zustand zu sehen. Rahmen und Führerstand in grün, Akkukasten mit Anbauteilen in hellgrau. Die Lokpuffer wurden getrennt lackiert und erst zur Endmontage an dem Fahrzeug befestigt.

Nach der Lackierung werden alle Bauteile mit Schrauben oder Kleber verbunden. Auch das Bremsgestänge wird jetzt angebracht und mit dem Pinsel nachlackiert. Einige Leitungen ohne elektrische Funktion können zur Verzierung des Modells verlegt werden.

Montage nach Lackierung

Galerie und Video

Impression und erste Ausfahrten mit der Karlik
Vorschaubild Youtube-Video
Ansehen auf Youtube (externer Link)
Bilder der fertigen Karliks Präsentations-Diorama

Fazit

Die Konstruktion und der Bau dieses Modells in zwei Varianten zogen sich über einige Monate hin. Das Modell einer sehr seltenen Akkulok ist dabei entstanden. Während des Baus konnte ich ein Stück in die Bambulab-Cyberbrick-Welt eintauchen. Vielleicht ist dieses System als Fernsteuerung für größere Lokmodelle geeignet. Für ein verlässliches Ergebnis ist es noch zu früh. Vielleicht finde ich die Lösung für einen späteren Artikel.

Bei Fahrten auf den LocoRemote-Gleisen fiel schnell auf, dass mindestens der Standard-Radius benötigt wird. Kurven in Small und Tiny funktionieren schlecht. Und auch beim Standard-Radius kam es öfter zu Entgleisungen. Ursachen sind die großen Radscheiben, der Achsabstand und die Haftreifen, mit denen die Spurkranzhöhe verringert wird. Ohne Haftreifen läuft die Lok besser. Mit den größeren Radien Medium und Large fährt die Lok hervorragend. Die Karlik ist keine Lok für ein Micro-Layout.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei den Modellbau-Freunden bedanken, die mit Informationen zum Vorbild beigetragen haben.

Im Download-Paket sind neben den Bauteilen Listen für die benötigten Montagematerialien vorhanden.

Bestellung Download-Paket

Zum Nachbau der Modelle dieses Artikels ist ein Download-Paket mit digitalen Inhalten (3D-Druckdateien u.a.) verfügbar.

Paketgröße XL = 27 €
44 Druckdateien
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Paketgrößen und Preise

Download-Pakete haben je nach Komplexität und Detaillierung der 3D-Konstruktion sowie nach Umfang der zusätzlichen Dokumente/Bilder verschiedene Größen.

Paketgröße Preis
XS 10 €
S 13 €
M 16 €
L 22 €
XL 27 €
XXL 33 €
3XL 42 €

Das Download-Paket kannst du über den Kaufen-Button erhalten. Die Kaufabwicklung erfolgt über Payhip Ldt. London. Beachte vor dem Kauf meine allgemeinen Geschäftsbedingungen, insbesondere das Widerrufsrecht für digitale Leistungen. Nach der Zahlung kannst du den Inhalt von Payhip sofort herunterladen.

Paket jetzt kaufen und downloaden...

Vorheriger/Nächster Artikel