Feldbahndiesel BN 15 R der ČKD

im Maßstab 1:13


161 17.03.2026


In diesem Beitrag stelle ich die tschechische Feldbahn-Diesellok vom Typ BN15R vor. Das Projekt begann nach meinem Besuch im sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz (September 2025), in dem es auch einen eigenen Feldbahnbereich gibt.


Inhaltsverzeichnis

Mission

Auf der Suche nach einer kleinen Feldbahnlok fiel mir im sächsischen Eisenbahnmuseum in Chemnitz die BN15R aus der ehemaligen ČSSR auf. Einige dieser Fahrzeuge wurden ab den 60er Jahren im Rahmen der RGW-Vereinbarungen importiert. Leistungsmäßig ist sie mit der Ns1 vergleichbar. Die beiden in Chemnitz ausgestellten Fahrzeuge ergaben genug Bild- und Filmmaterial für ein Modellbauprojekt.

Das Modell der BN15R stelle ich hier als Roll- und als motorisiertes Modell vor. An einigen Stellen im Antriebsstrang habe ich neue Konzepte ausprobiert, die ich diskutieren möchte. Für dieses Modell gibt es ein Downloadpaket.

Vorbild

Feldbahn-Lokomotiven aus der früheren ČSSR waren in meiner bisherigen Wahrnehmung wenig präsent. Es gab durchaus einige Begegnungen, beispielsweise in Weißwasser (siehe Artikel 102: „Waldeisenbahn Muskau 2020“) oder in Blankenberg (siehe Artikel 87: „Feldbahn Blankenberg“), die schon mein Interesse geweckt haben. Da es wenige Informationen zu den Fahrzeugen gibt, verliefen alle Bemühungen im Sande. Im sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz (siehe Artikel 154: „Feldbahnen in Thüringen (2025)“) habe ich dann zwei Exemplare der BN15R entdeckt und analysiert. Danach startete das Modellbauprojekt.

Bild-Quellen:

  • BN30R auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik Blankenberg
  • BN15R vor einem Lokschuppen der Waldeisenbahn Muskau
  • BN15R im sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf
  • noch eine BN15R im sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf

Ein paar Ergebnisse der Recherchen:*

  • In den 50er und 60er Jahren gab es einen größeren Bedarf an Feldbahn-Lokomotiven, als durch das LKM hergestellt wurden
  • ab 1960 wurde die Produktion im LKM für den den Bau von Schmalspurlokomotiven reduziert
  • Mit den freigewordenen Produktionskapazitäten wurden normalspurige Lokomotiven gebaut
  • Die entfallenen kleinen Feldbahn-Lokomotiven wurden durch Modelle aus anderen Ländern des RGW ersetzt
  • So wurde als Ergänzung/Ersatz zur NS1 des LKM die tschechische BN15R eingeführt
  • Aufgrund der geringen Stückzahl und Problemen bei der Ersatzteilbeschaffung überlebten nicht viele dieser Maschinen das Ende der DDR
  • Die Importe aus der ČSSR endeten Ende der 60er Jahre

*) Quelle: Holger Neumann, Sven Kästner (2008): Schmalspurige Industrielokomotiven der DDR, Wolfgang Herdam Fotoverlag

Technische Daten der BN15R

  • BN15R als Nachfolger der BN15 (entsprach der MD1 von O&K) ab den 60er Jahren
  • Namensgebung: B 2 Achsen, N Diesellok, 15 Leistung in PS
  • Produktionszeitraum: 1960 - 1968 (ca. 170 Stück)
  • Spurweite: 500 - 600 mm
  • Dienstmasse: 2,8 t
  • Raddurchmesser: 450 mm
  • Radstand: 780 mm
  • Länge: 2200 mm
  • Breite: 1000 mm
  • Motor: 1-Zylinder-Dieselmotor, stehend, luftgekühlt
  • Leistung: 15 PS
  • Kraftübertragung: 2-Gang-Getriebe mit Kette auf beide Achsen
  • Höchstgeschwindigkeit: 12 Km/h

Modell

Übersicht

Das Modell der BN15R besteht aus den Baugruppen:

  • A: Antriebsblock
  • B: Lokrahmen
  • C: Rückwand
  • D: Mittelwand
  • E: Motorhaube
  • F: Getriebe

Ich habe das Modell als Rollmodell und als motorisiertes Modell gebaut. Die Lackierung der beiden Modelle erfolgte in verschiedenen Farben, die sich an realen Vorbildern orientieren.

Vorbereitete Druckteile für zwei Fahrzeuge
Vorbereitete Druckteile für zwei Fahrzeuge

Baugruppe A: Antriebsblock

Antriebsblock für unmotorisierte Modelle

Die Maschine fährt im Vorbild mit 450 mm Radscheiben, im Modell entspricht das 34 mm. Eine Variante des unmotorisierten Motorblocks nutzt Kugellager mit den Abmessungen 6 × 3 × 2,5 mm und 3-mm-Achsen. Beim Bau habe ich mich wieder an die bewährten Durchführungs- und Lagerbuchsen von GHW-Modellbau erinnert, die ich hier bereits bei einigen Modellen verwendet hatte. Leider sind diese Buchsen nicht mehr verfügbar.

Antriebsblock für Flansch-Kugellager MF63ZZ
Antriebsblock für Flansch-Kugellager MF63ZZ
Antriebsblock für Lagerbuchsen
Antriebsblock für Lagerbuchsen

Seit einiger Zeit probiere ich alternative Materialien im 3D-Druck. So entstanden die Lagerbuchsen aus PETG. Die Originalbuchsen von GHW bestanden aus Polyamid, als Druckmaterial können auch ASA oder Nylon verwendet werden. Für meine Zwecke reicht die PETG-Variante aus. Muss es derzeit auch, da ich Filamente mit höheren Temperaturen bisher nicht verarbeiten kann.

Buchse als Kugellager-Ersatz
Buchse als Kugellager-Ersatz

Für mein Rollmodell habe ich die Variante mit den Buchsen gewählt. Der Block besteht aus zwei Teilen und wird mit 6 Stück M2-Schrauben und M2-Gewindeeinsätzen verbunden. Zur Verbindung mit dem Lokrahmen werden noch einmal 6 Gewindeeinsätze eingeschmolzen. Der leichte Antriebsblock wiegt mit Radsätzen nur 55 Gramm und benötigt für ein stabiles Rollverhalten Ballastgewichte. 12 selbstklebende Gewichte à 10 Gramm summieren das Gesamtgewicht des Antriebsblocks auf 175 Gramm.

Fertiger Lokrahmen des unmotorisierten Modells
Fertiger Lokrahmen des unmotorisierten Modells

Antriebsblock für motorisierte Modelle

Im Modell der Grubenlok BND15 (siehe Artikel 155: „Review Grubenlok BND-15“) hatte ich einen anderen Getriebemotor verbaut, als in den früheren Projekten. Die BND15 war jedoch auch eine Fremdkonstruktion, die ich nachgebaut hatte. Dieser Motor hat zwei interessante Eigenschaften:

  1. Die Länge der Antriebswelle ist wie gemacht für eine Spurweite von 45 mm.
  2. Die Antriebswelle hat an den Enden Bohrungen mit Gewinden, sodass die Radscheiben an die Welle geschraubt werden. Außerdem sind die Enden der Antriebswellen abgeflacht, was die Radscheiben in Position hält und ein Durchdrehen verhindert. Bei der BND15 konnte somit auch ein Radversatz von 90° für den Stangenantrieb gewährleistet werden.

Allerdings haben mir die lose Lagerung der Antriebswelle und die Eigenschaft, dass alle Getriebeteile aus Kunststoff gefertigt sind, nicht gefallen. Somit war es mit der Euphorie erst einmal vorbei. In der Zwischenzeit gibt es neue Erkenntnisse: Diese Getriebemotoren gibt es auch in Metallausführungen.

Die Bildserie zeigt den gelben Motor in Kunststoffausführung. Die anderen beiden Motoren besitzen im Inneren Metallteile. Auch wenn sie gleich aussehen, gibt es Unterschiede. Der grüne Motor, den ich verbaut habe, hat an den Wellenenden ein M3 Gewinde. Der blaue Motor dagegen hat ein M2,5-Gewinde. In die Kunststoffwelle des gelben Motors kann eine M2,5-Schraube eingeschnitten werden.

Der grüne Motor stammt von Aliexpress. Er liefert 135 U/min bei 5 Volt laut Spezifikation. Das Getriebe hat eine Untersetzung von 1:90. Mit einer LiIo-Zelle (3,7 V bis 4,2 V) läuft der Motor nicht gut, es müssen schon zwei Zellen sein.

Für die motorisierte Variante des Fahrzeugs gibt es andere Druckteile, wobei die Befestigungen zum Lokrahmen genau wie die anderen Antriebsblöcke passen. Im Getriebemotor sind bereits Bohrungen für M3-Schrauben vorhanden. Die Motorgehäuse sind quasi standardisiert und technische Zeichnungen sind vorhanden. Aber in Details können die Motor-Modelle verschieden sein.

Noch eine unangenehme Eigenschaft ist mir aufgefallen. Der Motor ist nicht symmetrisch. Ein Wellenende ist länger als das andere. Deshalb kann der Motor auch nicht mittig im Antriebsblock positioniert werden. Zur Korrektur dieses Makels habe ich eine 1 mm starke Platte gedruckt, sodass der Motor wieder symmetrisch im Rahmen sitzt.

Auf den Wellenenden des Getriebemotors stecken Adapter, an denen die Radscheiben mit M1,6-Schrauben befestigt werden. Der Adapter zusammen mit der Radscheibe werden mit einer M3-Schraube in die Motorwelle geschraubt. Die Radscheiben für den Motor-Radsatz sind anders, als die des zweiten Radsatzes.

Adapter auf der Motorwelle
Adapter auf der Motorwelle
Bauteil zur Korrektur der mittigen Motor-Halterung
Bauteil zur Korrektur der mittigen Motor-Halterung

Bei den ersten Probefahrten des Antriebs fiel auf, dass der Motor ein kräftiges Drehmoment hat und recht ruppig anfährt. Das führt zu durchdrehenden Radscheiben des angetriebenen Radsatzes. Leider hat das Modell keinen Sand, der die Traktion verbessern könnte. Im Modell sind Haftreifen ein Hilfsmittel. Im Download sind zusätzlich Radscheiben mit Nut enthalten, auf die ein O-Ring 27 × 1,5 mm passt. Die exakten Teilebezeichnungen sind in den Materiallisten des Downloads enthalten.

Der motorisierte Antriebsblock bringt 218 g auf die Waage. Vielleicht etwas zu viel Ballastgewicht, wie sich später noch zeigen wird.

Fertiger Antriebsblock für das motorisierte Modell
Fertiger Antriebsblock für das motorisierte Modell

Baugruppe B: Lokrahmen

Die Baugruppe Lokrahmen besteht aus einem großen U-Rahmenteil, zwei Seitenteilen, Achslagern und den zwei Lokpuffern. Achslager und Seitenteile habe ich wegen der Detaillierung mit einer 0,2 mm Düse gedruckt. Die Achslager werden in die Seitenteile eingeklebt, sie müssen nichts tragen.

Zur Positionierung der Achslager gibt es eine Montagehilfe im Download. Bei einfarbigen Lokrahmen können die Achslager vor dem Lackieren eingeklebt werden. Sonst müssen die Teile erst lackiert und danach zusammengesetzt werden. Beide Varianten sind später in der Galerie zu sehen.

Montagehilfe für die Achslager in Aktion
Montagehilfe für die Achslager in Aktion

Weiterhin gehört der Träger für die Motorhaube zu dieser Baugruppe. Mit dieser Konstruktion kann die Motorhaube von vorn auf den Rahmen geschoben werden und ist fixiert.

Träger für die Motorhaube auf dem Lokrahmen
Träger für die Motorhaube auf dem Lokrahmen

In das Rahmenteil werden hinten 2 Gewindeeinsätze M2 eingeschmolzen. Sie tragen später die Rückwand. Es gibt noch eine ganze Reihe von M2‑Bohrungen für die Befestigung des Antriebsblocks und der Mittelwand. Etwa mittig befinden sich die Positionslöcher für das Getriebe. Und auch eine Batterie-Attrappe für den elektrischen Anlasser darf natürlich nicht fehlen.

Die Lokpuffer werden mit je 4 Schrauben M2 am Rahmen befestigt. Anfänglich hatte ich am Rahmen ebenfalls Gewindeeinsätze vorgesehen, dann aber Muttern zur Verbindung genutzt. Die Kuppelbolzen wurden mal ausnahmsweise nicht gedruckt, sondern konventionell aus Messing gefertigt. Ein Stück Messing-Rundmaterial mit 3 mm Durchmesser erhielt an einem Ende eine Bohrung und einen Ring.

Lokrahmen mit Gewindeeinsätzen
Lokrahmen mit Gewindeeinsätzen

Für die motorisierte Variante der Lokomotive werden auf dem Lokrahmen noch einige Bauteile wie Batteriehalter oder Elektronik-Fach platziert. Diese Teile stelle ich später vor.

Baugruppe C: Rückwand

Rückwand der BN15R mit allen Anbauteilen
Rückwand der BN15R mit allen Anbauteilen

Die 8 Teile der Rückwand werden zum großen Teil verklebt. Der Sitz ist steckbar ausgeführt. Der Bremshebel wird durch eine M 1,6-Schraube in der Halterung fixiert und ist beweglich gelagert. Die Lampe und der Feuerlöscher wurden in meinen Modellen nach der Lackierung befestigt. Die gesamte Rückwand wird mit 4 Stück M2-Schrauben am Lokrahmen befestigt, die mittleren Schrauben reichen dabei bis in die Gewindeeinsätze des Antriebsblocks.

Baugruppe D: Mittelwand

Die Mittelwand zur Motorhaube besteht aus 5 Einzelteilen. Zwei Modellvarianten können umgesetzt werden. Für die motorisierte Variante gibt es eine Aussparung für einen einpoligen Miniaturschalter. An der Unterseite werden zwei Gewindeeinsätze M2 für die Verbindung zum Lokrahmen eingeschmolzen. Auf der Rückseite ist eine Öffnung zur Durchführung der Kabel vorgesehen. Außerdem gibt es hier einen schraubbaren Befestigungswinkel für die Fixierung der Motorhaube.

Getriebe-Rad und Bedienpanel lassen sich perfekt mit einer feineren Düse drucken. Im Download befindet sich eine Montagehilfe zur Anfertigung des Haltebügels, der aus 0,8 mm Messingdraht gebogen wird.

Mittelwand der BN15R
Mittelwand der BN15R

Baugruppe E: Motorhaube

Die Motorhaube besitzt 9 Anbauteile. Die feinen Rahmen, Gitter und Seitenteile können mit einer feinen Düse hergestellt werden.

Bei den Vorbildern habe ich zwei Varianten der Motorhauben entdeckt. Bei einer Variante ist der Auspuff seitlich herausgeführt. Für beide Varianten sind Bauteile vorhanden.

Je nach Modellausführung und Farbgebung werden einige Teile erst nach der Lackierung an der Motorhaube befestigt. Die Motorhaube ist so aufgebaut, dass sie in die Trägerplatte des Lokrahmens geschoben wird. Somit ist sie fixiert und kann nicht mehr verrutschen. Zusätzlich gibt es auf der Oberseite die 2 mm-Bohrung, in die eine Schraube oder ein Stift durch den Haltewinkel der Mittelwand gesteckt wird.

Baugruppe F: Getriebe

Die letzte Baugruppe stellt das Getriebe dar, bei Feldbahnen immer ein besonders interessantes Bauteil. Es besteht im Modell aus mehreren Einzelteilen und sollte unbedingt mit einer feinen Düse gedruckt werden. Alternativ ist ein Resin-Druck sinnvoll.

Für eine gute Optik beim Druck mit Filament besteht das Getriebe aus 7 Einzelteilen. Alles wird verklebt und das Getriebe als gesamtes Bauteil in den Lokrahmen gesteckt. Im Inneren des Getriebes ist etwas Platz für 3 kleine Ballastgewichte mit insgesamt 15 g.

Für meine zwei Modelle habe ich zwei Farbvarianten ausgewählt. Der Hebel am Getriebe stellt die Fahrrichtung vorwärts/rückwärts ein. Der Gang wird an diesem Zwei-Gang-Getriebe mit dem Drehrad gewechselt.

Motorisiertes Modell

Für das motorisierte Modell werden neben dem Antriebsblock mit Motor weitere Komponenten benötigt. Der Motor gibt die Versorgungsspannung vor. Eine LiIo-Zelle ist für den Betrieb zu wenig. 2 Zellen mit je 3,7 Volt sind für den Getriebemotor genau richtig. Unter der Motorhaube ist genug Platz für die Akkus und die Steuerung. Ich habe für mein Fahrzeug einen Batteriehalter für zwei 14430-Akkuzellen vorgesehen. Passende Akkus sind beispielsweise Keeppower 14430 mit Schutzelektronik. Die Bezeichnung deutet eigentlich auf eine Zelle mit 14 mm Durchmesser und 430 mm Länge. Durch die Schutzelektronik sind diese Zellen jedoch mit 460 mm etwas länger. Das Batteriefach im Download berücksichtigt diese Eigenschaft. Meine Akkus stammen aus 2024 und haben eine Kapazität von 1050 mAh. Mittlerweile gibt es die gleiche Baugröße bereits mit 1300 mAh. Passende Federkontakte für das Batteriefach hatte ich in früheren Artikeln vorgestellt und sie sind auch in den Materiallisten des Downloads enthalten.

Ich verwende gern einzelne Akkuzellen aus zwei Gründen: Zum einen sind sie zum Laden und bei bei längeren Standzeiten einfach herausnehmbar und zum anderen hat man nicht das Balancerproblem beim Laden eines Mehrzellen-Akkus. Mittlerweile besitze ich kein Ladegerät mit Balanceranschluss mehr.

Unter dem Batteriefach ist ein Fach für die Elektronik. In dieser Lok ist genügend Platz für einen Microrail oder Micron-Empfänger (Deltangs Nachfolger) vorhanden.

Konstruktion der Elektronikabteilung
Konstruktion der Elektronikabteilung

Für dieses Modell habe ich einen Microrail-Empfänger Typ B ausgewählt. Das B bedeutet dabei die etwas größere Ausfertigung mit 3 Platinen für 2-Zellen-Akkus. Der Aufbau des Empfängers ist in einem separaten Artikel beschrieben (siehe Artikel 160: „mr-receiver: Microrail-Empfänger auf Basis ESP8266“).

Zusammengebauter Microrail-Empfänger Typ B
Zusammengebauter Microrail-Empfänger Typ B

Die Mittelwand besitzt eine Aussparung für einen Miniaturschalter zum Ein- und Ausschalten der Steuerung. Der Empfänger hat eine Status-LED, für die keine Öffnung in der Konstruktion vorgesehen ist. Ich habe in die Mittelwand bei der Endmontage ein 3 mm Loch gebohrt.

Lackierung

Die Farbgebung meiner Modelle orientiert sich an realen Vorbildern. Die blaue Lok habe ich im sächsischen Eisenbahnmuseum in Chemnitz-Hilbersdorf gesehen. Zum schwarzen Rahmen gesellen sich rote Seitenteile und ein blauer Aufbau (Motorhaube, Rückwand, etc.). Für die Lackierung habe ich Airbrush-Farben von Vallejo verwendet:

  • blau: 71.083 French Blue
  • rot: 71.269 Red
  • schwarz: 71.057 Negro

Wegen der unterschiedlichen Farben am Lokrahmen mussten diese Teile zuerst lackiert und anschließend montiert werden.

Das zweite Modell im dunklen Rot orientiert sich an der BN 15 R im Feldbahnmuseum Herrenleite. Hier war die Farbfundung nicht so einfach. Es gibt bei Vallejo nur wenige Rottöne in der Abteilung ModelAir. Stattdessen wurde die ModelColor-Farbe 70.926 Rojo mit Schwarz abgedunkelt und spritzfähig verdünnt. Das Ergebnis gefällt mir, lässt sich jedoch kaum reproduzieren.

Beide Modelle wurden mit Washes verschmutzt.

Galerie und Video

Vorschaubild Youtube-Video
Ansehen auf Youtube (externer Link)
Zwei fertige Modelle der BN15R

Fazit

In diesem Modellbauwinter 2025/2026 entstand u.a. das Modell der tschechischen Feldbahn-Diesellok BN 15 R. Diese kleine Lok entspricht etwa der Ns1-Klasse. Die Abmessungen des Modells betragen 163 x 75 mm (Länge x Breite) und 105 mm in der Höhe. Das Rollmodell bringt 340 g auf die Waage, das motorisierte Modell inkl. Akkus 478 g.

Angenehm ist der großzügige Platz unter der Motorhaube, sodass die Unterbringung von Batterien und Elektronik leichtfällt. Meine Auswahl mit dem Microrail-Empfänger und den beiden Akkuzellen ist ein Vorschlag. Ihr könnt hier alles verbauen, was die Modellwerkstatt hergibt. Ein Deltang-Empfänger zusammen mit einem 2S-LiPo-Akku ist sicher eine Alternative. Neuerdings könnte auch das Cyberbrick-Hardwarekit von Bambulab eine Option sein.

Bei dem motorisierten Modell habe ich in dieses Modell mal einen anderen Getriebemotor eingebaut. So im Nachhinein bin ich mit dieser Lösung nicht vollumfänglich zufrieden. Der Motor und das Getriebe sind laut und das Fahrverhalten am Empfänger ist nicht so angenehm wie bei anderen Antriebskonzepten. Außerdem ist der Antrieb auf eine Achse eher negativ. Ich denke, dass die Lösung mit einem 16GA-Getriebemotor, kugelgelagerten Achsen, Kegelrädern und Ketten für die Kraftübertragung auf die zweite Achse die bessere Lösung ist. Alles hängt jedoch am Motor.

Ein Problem ist mir bei den abschließenden Probefahrten aufgefallen. Das motorisierte Modell ist mit knapp 500 g ziemlich schwer geworden. Einerseits wird Masse für den Zugbetrieb mit mehreren Loren benötigt, jedoch haben sich Traktionsprobleme gezeigt, sicher auch wegen der einen angetriebenen Achse. Für den Nachbau würde ich weniger Ballastgewicht und die Haftreifen empfehlen.

Insgesamt ein nettes Feldbahnmodell im Maßstab 1:13, das auf den Standard-Radien des Loco-Remote-Gleissystems sicher fahren kann. Das Downloadpaket enthält 3D-Druckdateien für alle hier beschriebenen Modellvarianten, Listen für benötigte Materialien sowie weitere Detail-Skizzen und 3D-Modelle zum Betrachten.

Bestellung Download-Paket

Zum Nachbau der Modelle dieses Artikels ist ein Download-Paket mit digitalen Inhalten (3D-Druckdateien u.a.) verfügbar.

Paketgröße XL = 27 €
60 Druckdateien
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

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